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Das Provisionsmodell ist eine Vergütungsform, bei der Sie eine Provision vom Produktgeber erhalten, wenn der Kunde ein Produkt abschließt. Es ist die häufigste Vergütungsform in der Finanzberatung, birgt aber auch Herausforderungen hinsichtlich der Objektivität.

Wie funktioniert das Provisionsmodell?

Beim Provisionsmodell erhalten Sie eine einmalige oder laufende Provision vom Produktanbieter, wenn ein Kunde ein Produkt abschließt. Die Höhe der Provision variiert je nach Produkttyp und Anbieter. Dies kann zu Interessenkonflikten führen, wenn Sie Produkte mit höheren Provisionen bevorzugen.

Die Aufklärungspflicht verlangt, dass Sie Ihre Kunden über das Provisionsmodell informieren. Der Kunde sollte wissen, dass Sie Provisionen erhalten, damit er die Beratung entsprechend einordnen kann. Transparenz ist hier entscheidend für die Vertrauensbasis.

Vorteile und Nachteile

Ein Vorteil des Provisionsmodells ist, dass der Kunde zunächst keine Beratungskosten trägt. Die Provision wird vom Produktgeber bezahlt, was die Einstiegshürde für Kunden senkt. Für Sie bietet das Modell die Möglichkeit, ohne Vorleistung zu arbeiten.

Nachteilig ist die Gefahr von Interessenkonflikten: Wenn unterschiedliche Produkte unterschiedliche Provisionen bieten, besteht die Versuchung, das lukrativere Produkt zu empfehlen, auch wenn es nicht optimal für den Kunden ist. Dies verletzt die Produktneutralität.

Professioneller Umgang mit Provisionen

Sie lassen sich als professionelle Beraterin oder Berater nicht von der Provisionshöhe leiten, sondern wählen die beste Lösung für den Kunden. Die Bedarfsanalyse steht im Vordergrund, nicht die Provisionshöhe. Die Vergleichsrechnung sollte verschiedene Optionen objektiv gegenüberstellen.

Die Dokumentationspflicht verlangt, dass die Begründung für Produktempfehlungen kundenorientiert ist. Die Dokumentation sollte zeigen, dass die Kundenzentrierung im Vordergrund stand, nicht die Provisionshöhe.

Alternativen zum Provisionsmodell

Alternativen sind das Honorarmodell, bei dem der Kunde direkt für die Beratung zahlt, oder die Nettoberatung, bei der Sie nur Honorare erhalten und keine Provisionen. Diese Modelle können Interessenkonflikte reduzieren, erfordern aber, dass der Kunde bereit ist, für die Beratung zu zahlen.

Viele Beraterinnen und Berater kombinieren beide Modelle: Sie bieten eine Honorarberatung für komplexe Fälle und arbeiten bei Standardprodukten mit Provisionen. Wichtig ist in jedem Fall die Transparenz gegenüber dem Kunden.

Provisionsmodell und Reputation – Transparenz sichtbar machen

Das Provisionsmodell an sich schadet der Reputation nicht, solange Sie transparent damit umgehen und sich nicht von der Provisionshöhe leiten lassen. Kunden akzeptieren Provisionen, wenn sie merken, dass Sie trotzdem ihre Interessen im Blick haben.

Hier kommt Gut-und-fair-beraten.de ins Spiel: In Bewertungen wird oft hervorgehoben, ob Sie verschiedene Optionen aufgezeigt haben und objektiv beraten haben. Authentische Bewertungen, die Ihre Kundenzentrierung und Objektivität würdigen, stärken Ihre Reputation, unabhängig vom gewählten Vergütungsmodell.

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